Oberflächenbehandlungen

Anwendungsspezifisch. Individuell. Vielfältig. 

Medizinische Implantate müssen heute den verschiedensten Anforderungen gerecht werden: Sie sollen möglichst schnell einwachsen, die Bildung von Bakterienkolonien verhindern, die Biokompatibilität erhöhen, nach wenigen Monaten problemfrei explantiert werden können, farblich gekennzeichnet sein u.s.w. Alle diese Kriterien können nicht mehr rein durch die Materialwahl erfüllt werden, die Oberflächenveredelung ist deshalb ein entscheidender Faktor für den Erfolg!


Cendres+Métaux bietet folgende abtragende Oberflächenverfahren inhouse an: 

  • Druck- und Injektorstrahlen
  • Strukturätzen und Passivieren
  • Anodisierung von Titan
  • Polieren und Schleifen
  • Lasermarkieren

Haben Sie Fragen zu den einzelnen Verfahren oder wünschen Sie zusätzliche Informationen? Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

Druck- und Injektorstrahlen

Oberflächenbehandlungen von Implantaten zur Vergrößerung der biologisch aktiven Oberfläche, haben sich speziell in der Dentalimplantologie als Basis für eine gute Osseointegration durchgesetzt. Dafür werden die Implantate zuerst gestrahlt. Hierfür gibt es zwei geeignete Methoden: Das Druck- und Injektorstrahlen.

Während beim Injektorstrahlen das Strahlgut über Unterdruck im Kreislauf immer wieder auf die zu bearbeitende Ware trifft, wird beim Druckstrahlen das Strahlmedium über einen Druckkessel mit hoher Energie verstrahlt. Ist der Druckkessel leer, muss er neu befüllt werden. Das bedeutet zwar einen kurzen Unterbruch im Prozess, der Vorteil aber ist, dass dank der einmaligen Verwendung des Strahlmittels eine gleichbleibende Qualität des Strahlmittels in Reinheit und Korngrösse garantiert ist.

Titanoberflächen können mit verschiedenen Materialpartikeln bestrahlt werden um sie anzurauen. Je nach Partikelgrösse und Druck können so unterschiedliche Oberflächentopographien erreicht werden. Die meist verwendeten Materialien für Strahlpartikel im medizinischen Bereich sind: Aluminiumoxid, Titanoxid oder Kalziumphosphat.

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Strukturätzen und Passivieren

Medizinische Implantate, die in den Knochen einwachsen sollen, haben mit Vorteil eine mikroskopisch fein aufgeraute Oberfläche. Eine ausgefeilte Ätztechnik resultiert in reproduzierbaren, feinsten Strukturen, die sich auch bei komplizierten Geometrien scharf von einem nicht zu bearbeitenden Bereich abgrenzen lassen.

Passivierprozesse erzeugen eine metallisch reine Oberfläche auf verschiedenen Grundmaterialien. Da nach dieser chemischen Behandlung keinerlei potentielle Reaktionspartner mehr vorhanden sind, bleibt das Material im Körper inert.

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Anodisierung von Titan

Eine optische Unterscheidbarkeit erhöht die allgemeine Sicherheit gerade bei kleinen Bauteilen aus Titan. Die Farb-Anodisation ermöglicht eine schnelle und sichere Teil-Identifikation ohne den Einsatz von Fremdmaterial: die natürlich vorhandene Oxidschicht wird durch Elektrolyse kontrolliert verstärkt. Die so erhaltenen Interferenzen erzeugen ein weites Farbspektrum auf der Oberfläche, welches sich auch ohne den Einsatz von Pigmenten oder Fremd-Beschichtungen definieren und abgrenzen lässt.

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Polieren und Schleifen

Visuelle, aber auch funktionelle Anforderungen an die Medizinprodukte erfordern oftmals eine Veredlung der Oberfläche. Dank einer breiten Palette an Maschinen und Schleifkörpern kommen wir den spezifischen Kundenanforderungen entgegen. Mit verschiedenen trockenen und nasschemischen Gleitschleifverfahren bringen wir Ihre Produkte zum glänzen.

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Lasermarkieren

Um die Sicherheit der Medizinprodukte zu erhöhen, können verschiedenste Identifikationsmerkmale auf Bauteilen aufgebracht werden. Dies reicht von Orientierungshilfen über Artikelbezeichnungen zu Losnummern. Der berührungslose Materialabtrag ist dabei minimal, das Verfahren sicher und schnell. Edelmetall, Stahl oder Titan gehören dabei zu den meist verwendeten Materialien.

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