Vivaxs® Liva

Der erste knochenverankerte langzeit Zugang für die Hämodialyse.

2009 wurde Cendres+Métaux vom Inselspital in Bern, der grössten Universitätsklinik in der Schweiz, für ein Entwicklungsprojekt angefragt. Die Idee war interessant und unser Interesse sofort geweckt. Cendres+Métaux sollte zusammen mit zwei verschiedenen Universitätskliniken und dem ArtOrg Research Center in Bern einen knochenverankerten Zugang für die Hämodialyse (HD) entwickeln. Die Schwierigkeit dabei; das Klasse 3 Produkt sollte transkutan hinter dem Ohr der Patienten implantiert werden. Keine leichte Aufgabe! Die Entwicklung war intensiv und dauerte mehrere Jahre, aber das Resultat zahlt sich gleich mehrfach aus:

  • Eine verbesserte Lebensqualität für Dialysepatienten
  • Eine Kostenentlastung für das Gesundheitssystem
  • Ein unglaublicher Erfahrungsschatz und viel aufgebautes Know-How bei Cendres+Métaux

Wichtig: Vivaxs® Liva ist noch nicht frei auf dem Markt erhältlich. Das Produkt befindet sich zurzeit in der klinischen Studie "Bone Anchored Port - A novel access for haemodialysis" in verschiedenen Zentren in der Schweiz. Für weitere Informationen klicken Sie auf die Rubrik Klinische Studie.

Für Ärzte und Patienten

Einleitung

Was ist VIVAXS® Liva?

VIVAXS® Liva ist ein innovativer Langzeit-Gefässzugang für die Hämodialyse. Seine Neuartigkeit liegt in der Fixierung am Kopf. Der Port wird hinter dem Ohr implantiert und der Katheter zum Hals hin verlegt. Das ermöglicht einen stabilen und sicheren Zugang zu den grossen Blutgefässen im Hals. Im Vergleich zu AV-Fisteln oder Kunststoff-Grafts, fällt das repetitive Anstechen der Gefässe, sowie das Nachbluten nach der Dialysebehandlung weg.

Hintergrund

Warum wird VIVAXS® Liva am Kopf implantiert?

Die Idee, einen Dialysezugang am Kopf zu implantieren, entspringt der Erfahrung mit knochenverankerten Hörgeräten, welche eine niedrige Infektionsrate der Haut rund um das Implantat aufweisen. Die Begründung dafür findet sich in der guten Durchblutung der Kopfhaut und der Tatsache, dass am Schädel zwischen Haut und Knochen sehr wenig Gewebe vorhanden ist. Denn bakterielle Infektionen (sogenannte Weichteilinfektionen) bilden sich häufig da, wo sich unter der Haut dickere Weichgewebeschichten (Muskel- oder Fettgewebe) befinden.

Vorteile

Wie jeder Gefässzugang hat auch der BAP Vor- und Nachteile. Erfahren Sie hier mehr über seine Vorteile:

Die Vorteile des BAP gegenüber Kathetern sind:

  • Zugangsstelle in einer Gewebezone mit guter Durchblutung und erwartungsweise geringerem Infektionsrisiko.
  • Weniger bis keine involvierten Weichteile (Muskel- oder Fettgewebe).
  • In sich geschlossenes System mit austauschbaren Komponenten (bessere Hygiene).
  • Sicherheitsbarriere zwischen Port und Katheterspitze (verringertes Risiko einer Katheterinfektion).
  • Weniger Katheterverstopfungen aufgrund der geraderen Linienführung des Katheters (kaum Verwirbelungen).
  • Bessere Beständigkeit gegen Alltagseinflüsse.
  • Einfacher Anschluss des Systems auch zur Heimdialyse geeignet.

Die Vorteile des BAP gegenüber AV-Fisteln sind:
  • Kein wiederholtes und schmerzhaftes Anstechen.
  • Beide Arme stehen während der Dialyse vollständig zur Verfügung.
  • Ist auch bei Patienten mit hohem Blutdruck oder einer Herzinsuffizienz geeignet.
  • Minimales Stenoserisiko.
  • Geringere Einheilzeit, d.h. der Zugang kann schneller genutzt werden.
  • Stabile Verankerung im Knochen ermöglicht die erste Dialyse kurz nach der Implantation.

Nachteile

Wie jeder Gefässzugang hat auch der BAP Vor- und Nachteile. Erfahren Sie hier mehr über seine  Nachteile:

Die Nachteile des BAP gegenüber Kathetern sind:
– Grösserer operativer Eingriff.
– Besser sichtbar.
– Längere Einheilzeit.
– Explantation aufwändiger als bei Kathetern, aber möglich auch mit Wiederbehaarung der Kopfhaut.

Die Nachteile des BAP gegenüber AV-Fisteln sind:

– Grösserer operativer Eingriff.
– Besser sichtbar.
– Kein körpereigener Zugang, Einsatz von Fremdmaterialien notwendig.

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Klinische Studie

Die klinische Studie hat bereits gestartet und wird in einem ersten Schritt mit den Kliniken in Bern, Solothurn und Biel/Bienne durchgeführt.

Hier halten wir Sie über den Fortschritt der klinischen Studie auf dem Laufenden.
Zurzeit gibt es keine Meldungen.

Prof. Dr. med. Dominik E. Uehlinger
Chefarzt extrakorporelle Blutreinigungsverfahren

Tel +41 31 632 31 44
Fax +41 31 632 97 34
E-Mail uehlinger@mph.unibe.ch

Universitätsklinik für Nephrologie, Hypertonie und Klinische Pharmakologie
Inselspital
Freiburgstrasse 15
CH-3010 Bern

Dr. med. Anja Kruse
Chefärztin Nephrologie und Dialyse

Tel +41 32 324 35 55
Fax +4132 324 35 66
Email anja.kruse@szb-chb.ch

Nephrologie und Dialyse
Spitalzentrum Biel
Vogelsang 84
CH-2501 Biel/Bienne


PD Dr. med. Stefan Farese
Leitender Arzt, Leiter Nephrologie und Hämodialyse

Tel +41 32 627 42 11
Fax +41 32 627 42 16

E-Mail stefan.farese@spital.so.ch

Bürgerspital Solothurn
Schöngrünstrasse 42
4500 Solothurn

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